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Schaftölauftrag

Der Schaftölauftrag zur Oberflächenveredelung nimmt viel Zeit in Anspruch. Die gezeigten E-Pfeifen haben mittlerweile den zweiten Auftrag erhalten. Zwischen den einzelnen Aufträgen wird mit sehr feiner Stahlwolle zwischen-geschliffen, um die Oberfläche leicht anzurauen. Die Pfeifen der Symbio E-Pfeifen Manufaktur werden im Durchschnitt 7-10mal geölt (Hochglanz-Schaftöl). Da Pfefferminzbaum eine sehr feine Textur besitzt, bietet es sich an ein Ultra-Hochglanz Finish aufzubringen. Zwischen den einzelnen Aufträgen muss eine Trocknungszeit von 4 bis 12 Stunden (je nach Raumtemperatur) eingehalten werden. Der Glanz wird von Auftrag zu Auftrag erhöht. Anfänglich sind matte Stellen zu erkennen. Die Handhabung des Öls setzt etwas Erfahrung voraus. Es bildet sich innerhalb kürzester Zeit eine „honigartige“ Schicht, die sich nicht weiter bearbeiten lässt. Um eine möglichst homogene Oberfläche zu erzielen, sollte der Vorgang bis dahin abgeschlossen sein.

Das kanadische Schaftöl, das auf unsere E Pfeifen aufgetragen wird, ist (wie der Name bereits erahnen lässt) eigentlich zum Ölen von Gewehrschäften konzipiert worden. Insbesondere Jäger wissen die Eigenschaften zu schätzen. Die Versiegelung hält auch den „rauen Einsätzen“ bei Wind und Wetter stand. Außerdem lässt sich die Oberfläche leicht reinigen. 

Deshalb nutzen wir diese positiven Eigenschaften, um unsere Modelle damit zu behandeln. Das Öl ist übrigens auch bei Musikern sehr beliebt.

Tabakpfeifen lassen sich nicht mit dem Öl behandeln. Die hohe Verbrennungstemperatur würde zur Blasenbildung führen. Um den Hochglanz zu erzielen, wird deshalb häufig Carnaubawachs eingesetzt. Nachteil: Um Fingerabdrücke zu vermeiden, muss die Pfeife stets neu aufpoliert bzw. nachpoliert werden. Bei dem Schaftöl genügt ein weiches Baumwolltuch, um evtl. entstandene Fingerabdrücke zu entfernen. Ohnehin ist das Öl wesentlich unempfindlicher als ein Wachsauftrag. 

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